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Ein Tritt für den Minister

Es wäre zu schön gewesen: Ein "grüner Knopf" an der neuen Jeans, am T-Shirt, am Rock, am Pullover – und jeder Konsument hätte sofort  erkannt: Diese Klamotte wurde einigermaßen fair produziert. Die Idee stammte vom ehrenwerten Nachfolger des unmöglichen Herrn Niebel. Der Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wollte ein ehrliches Projekt von Politik und Industrie auf die Beine stellen: Die Lehren ziehen aus einstürzenden und brennenden Todesfabriken. Mindestlöhne und Gesundheitsschutz durchsetzen - nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Ländern wo es noch nötiger ist als hier. Der wirklich engagierte und ernsthafte Minister zeigte sich in Talk-Shows und Interviews zuversichtlich: Wir, Politik und Industrie, wir kriegen das hin: Ein einfaches Zeichen für faire Textilien; schon im Weihnachtsgeschäft wird der „grüne Knopf“ den Weg zur besseren Kleidung weisen…

Jetzt haben die wichtigsten Industrieverbände der Klamottenwirtschaft dem sympathischsten Minister der großen Koalition einen Tritt in die Magengrube versetzt: Sie machen nicht mehr mit. Ganz offensichtlich haben sie Angst vor einer ethischen Konsumwende. Mit unfairen Produkten lässt sich eben mehr Profit machen. Es ist eine Schande.


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