ÖDP gegen weitere Rodungen im Burghauser Bannwald

Rund 25 Besucher waren der Einladung des ÖDP-Kreisvorsitzenden Hans Huber zu einem Info-Spaziergang durch den Burghauser Bannwald gefolgt. Hintergrund ist die Befürchtung von Naturschützern, in Burghausen könnten weitere 25 ha Bannwald für Industrieansiedlungen gerodet werden.

Zu Begin erklärte Huber, die ÖDP sei nicht industriefeindlich. Aber für Neuansiedlungen oder Erweiterungen müssten vorrangig brachliegende Flächen genutzt werden. Er verwies auf die Diskussionen im Haiminger Gemeinderat. Keinesfalls dürfe noch mehr Bannwald gerodet werden.

Kreisrat Georg Stadler ergänzte, in den letzten Jahren seien um Burghausen für die Industrie bereits 100 ha Wald abgeholzt worden. Irgendwann müsse mit der Waldvernichtung mal Schluss sein.

Auf dem anschließenden Spaziergang durch den Wald am Vierlindenschlag erfuhren die Besucher noch einiges über die Bedeutung des Bannwaldes, der eine besondere Bedeutung für Klima- und Wasserschutz hat. Er darf nur in Ausnahmefällen gerodet werden, wenn in unmittelbar angrenzenden Regionen Ausgleichsflächen ausgewiesen werden.

Doch die anwesenden Naturschützer waren sich einig: Letztlich bedeute jede weitere Rodung , ob mit oder ohne Ausgleichsflächen, noch mehr Flächenverbrauch. Dazu Georg Stadler: „Jeden Tag werden in Bayern 17 ha Land überbaut. Wie lange soll das noch so weitergehen?“

 

ÖDP informiert über Energiesparen

Auf einer Veranstaltung der ÖDP im Gasthof Plankl gab Dipl.-Physiker Peter Pospischil Tipps zu „Energiesparen im Alltag“.

Zu Beginn des Abends stellte Kreisvorsitzender Hans Huber, der die ÖDP-Liste für den Kreistag anführt, die wichtigsten Ziele der ÖDP für die Landkreis-Politik vor. In fünf Bereichen wolle die ÖDP Akzente setzen: Verantwortungsvoller Umgang mit Boden, Wasser und Luft; Förderung von Familien, die ihre kleinen Kinder selbst erziehen wollen; eine Verkehrspolitik, die möglichst viel Verkehr auf die Schiene verlegt; gentechnikfreie, faire Landwirtschaft, die regionale Vermarktung fördert; schließlich eine Energiepolitik, die auf Sparsamkeit und Effizienz setzt.

An den letzten Punkt konnte der Hauptreferent des Abends, Peter Pospischil, anknüpfen. Pospischil ist freiberuflicher Energieberater, außerdem Vorstandsvorsitzender der Energieagentur Chiemgau-Inn-Salzach.

Die Besucher erhielten von dem Energiefachmann viele nützliche Tipps zum richtigen Heizen und Lüften sowie für das Stromsparen. So sollen beim Lüften möglichst in gegenüberliegenden Räumen die Fenster ganz für 2 – 3 Minuten geöffnet werden, wobei die Thermostatventile geschlossen werden.

Hilfreich waren auch die Ratschläge zum Stromsparen. Vor allem bei Kühl- und Gefrierschränken lässt sich viel Strom sparen. Bei Geräten, die über 15 Jahre alt sind, solle man über einen Austausch nachdenken. Im Zweifelsfall und zur Bewertung auch von Geräten der Unterhaltungselektronik hilft das Nachmessen mit Strommessgeräten.

Überraschend war für manche auch der Hinweis, dass man bei Waschmaschinen, die mit Warmwasser betrieben werden, bis zu 90 % Strom sparen kann. Ähnliche Einsparpotenziale (80 %) haben Hocheffizienzpumpen gegenüber herkömmlichen Heizungsumwälzpumpen. Schon nach 3 – 4 Jahre kann sich die Anschaffung amortisiert haben.

Viel Strom sparen kann man auch, wenn man die herkömmlichen Glühlampen durch moderne Leuchtdioden (LED) ersetzt.

Zum Schluss gab der Neuöttinger Energieberater noch Hinweise, wo sich Bürger beraten lassen können.

So bietet das Landratsamt an jedem zweiten Donnerstag im Monat eine kostenlose einstündige Energieberatung an. Beim Verbraucherservice Bayern können sich Ratsuchende mit einer Eigenbeteiligung von 20 Euro einen neutralen Fachberater ins Haus holen.

Am Ende blieb wohl bei allen die Erkenntnis: Der Landkreis und auch jeder Einzelne kann viel tun, damit die Energiewende vor Ort gelingt.

 

Wilfried Rahe

 

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